Der Radverkehrsplan 3.0

Priorisierung ist nicht nur in Bezug aufs Impfen der Begriff der Stunde. So gibt es aktuell auch eine „Priorisierung der Leitziele“ im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans 3.0 (NRVP). Der – ausformuliert – 80 Seiten umfassende NRVP basiert auf dem ersten Nationalen Radverkehrskongress im Jahr 2019 und wurde nach mehreren Etappen am 21.04.2021 vom Bundeskabinett beschlossen. Die oberste Priorität der Leitziele lautet: Lückenloser Radverkehr in Deutschland.

Die Theorie dieses Leitziels formuliert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) so: „Eine zum Radfahren motivierende Infrastruktur ist in allen Regionen der entscheidende Schlüssel für die Höhe des Radverkehranteils und wird von den Radfahrenden immer stärker eingefordert. Durch eine sichere und attraktive Infrastruktur – bestehend aus gut ausgebauten Radwegen und Kreuzungen sowie Park-Infrastruktur und Sharing-Systemen – werden die umfassenden Potenziale des Radverkehrs genutzt, Konflikte unter den Verkehrsteilnehmern verringert und das Verkehrssystem als Ganzes optimiert.“ Die Basis für die Auswertung und die daraus resultierende Priorisierung nennt Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „2.220 Ideen, Anregungen und Vorschläge zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland und über 26.000 Bewertungen […] Die Auswertung zeigt: Lückenlose Infrastruktur und das Fahrradpendeln sind Ihre wichtigsten Zukunftsthemen.“ Insgesamt acht Leitziele sind definiert; sie beinhalten z. B. an dritter Stelle „Das Fahrrad im Zentrum moderner Mobilitätssysteme“ oder auch an siebter Stelle „Deutschland wird Fahrradstandort“. Der Bundesverkehrsminister ist sich sicher: „Mit dem neuen Plan erhält die Radverkehrspolitik in Deutschland einen weiteren Innovationsschub.“ Als erklärtes Ziel ist angestrebt: Fahrradland Deutschland 2030.
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